Kinderfahrradsitz Test – So macht der Fahrradausflug auch den Kleinsten Spass

Fahrradausflug mit KinderfahrradsitzWenn die Kinder größer werden, aber noch nicht alleine Fahrrad fahren können, ist dies genau der richtige Zeitpunkt, um mit ihnen gemeinsam einen Ausflug mit dem Rad und dem passenden Kinderfahrradsitz zu machen. Viele Eltern sind besorgt, wenn es dabei um die Sicherheit ihrer Kleinen geht, deshalb ist es wichtig, sich beim Kauf besonders viel Zeit zu nehmen, um das passende Modell zu finden, mit dem sich sowohl die Eltern, als auch die Kinder, anfreunden können.

Welche Funktionen sind wichtig?

Ein Fahrradkindersitz sollte den Alltag erleichtern und ihn nicht noch komplizierter machen. Deshalb ist eine einfache Montagemöglichkeit besonders wichtig. Allerdings sollten sich interessierte Eltern vor dem Kauf zusammen mit ihren Fahrrädern in einem Fachgeschäft beraten lassen. Viele Kindersitze für Fahrräder können nur montiert werden, wenn die Sattelrohre schmal und rund gefertigt sind. Bei Modellen mit Vollfederung hinten ist eine Montage beispielsweise meistens unmöglich.

Damit der Sitz nicht nur eine Anschaffung für kurze Zeit ist, sollte auf die optimale Höhenverstellbarkeit bei der Lehne und den Fußrasten geachtet werden. So sitzt das Kind auch noch bequem, wenn sich seine Proportionen verändern. Im Idealfall lässt sich die Lehne zusätzlich leicht neigen, sodass das Kind während der Fahrt bequem schlafen kann.

Den wichtigsten Punkt bei der Wahl des richtigen Kinderfahrradsitzes stellt die Sicherheit dar. Individuell verstellbare Gurte müssen die Kleinsten gut festhalten, damit diese bei der Fahrt nicht herausfallen können. Die Füße müssen an den Fußrasten festgeschnallt werden können, damit die zarten Kinderfüße nicht in die Speichen geraten können. Kinder sollten die Sitze selbst testen können. Drückende Schnallen oder Gurte nehmen den Kleinen schnell die Freude an Fahrradausflügen, weshalb es besonders wichtig ist, dass sie sich in der Vorrichtung wohl und sicher fühlen.

Fahrradkindersitz Auswahl

Kind in FahrradkindersitzUm den passenden Fahrrad-Kindersitz zu finden, muss man sich zuerst einmal zwischen den zwei Modellvarianten entscheiden. Es gibt Lenker- und Heckmodelle, wobei schwerere Kinder ab 15 Kilogramm nur in Heckmodellen transportiert werden können. Wer also länger etwas von seinem Kinderfahrradsitz haben möchte, sollte sich für die Heckvariante entscheiden. Diese sind meist bis 22 Kilogramm belastbar.

Manche Spezialsitze sind sogar in der Lage größere Kinder bis 35 Kilogramm zu befördern, was selbstverständlich auch dem Fahrer einiges an Fähigkeiten abverlangt und eventuell das Fahrrad stark strapaziert. Wenn der Fahrradsitz für Kinder direkt auf dem Gepäckträger befestigt werden soll, muss dieser beim Fachhändler auf sein maximales Belastungsgewicht überprüft werden.

Zu bedenken sind des Weiteren die Vorteile von Lenkermodellen. Zwar können damit nur kleinere Kinder befördert werden, aber die Eltern haben weniger Schwierigkeiten beim Halten des Gleichgewichtes und besitzen weiterhin den Gepäckträger um Einkäufe zu transportieren. Heckmodelle erfordern einen geübten Fahrer, gerade wenn ein größeres Kind einmal etwas unruhig werden sollte.

Besonders wichtig ist die tadellose Verarbeitung, damit ein Fahrrad mit Kindersitz auch im Alltag keine Gefahr darstellt und Eltern und Kinder sicher ans Ziel kommen. Gefederte Kindersitze für Fahrräder sind besonders bequem für die Kleinen. Eine zu starke Federung kann allerdings dazu führen, dass sich das Fahrrad nur mehr mit großer Mühe steuern lässt.

Auch neigbare Lehnen, die Kindern das Schlafen erleichtern sollen, sind mit Vorsicht zu betrachten. Durch das Verstellen der Lehne wird der Schwerpunkt stark nach hinten verlagert, sodass die Kontrolle über das Fahrrad erschwert wird. Außerdem kann auch die geneigte Lehne nicht verhindern, dass der Kopf des schlafenden Kindes sich beim Fahren ungehindert nach vorne oder zur Seite neigt. Um dies zu unterbinden, sollten Kindern beim Schlafen ein Nackenhörnchen tragen.

Junge im Lenkersitz

Pflege und richtiges Verhalten von Eltern und Kind

Um den Kindersitz für ein Fahrrad so lange wie möglich verwenden zu können, ist es wichtig, ihn richtig zu pflegen. Nach dem Gebrauch sollte er regelmäßig mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel gereinigt werden. Im Idealfall lassen sich die Polster an Rückenlehne und Sitzfläche entfernen und waschen.

In regelmäßigen Abständen und vor allem dann wenn der Sitz länger nicht im Gebrauch war, sollten die Schrauben überprüft und erneut fest gezogen werden. Nur so können schwere Unfälle verhindert werden.

Um das Plastik während des Winters nicht so stark zu strapazieren, kann der Sitz abgeschraubt und im Keller gelagert werden. Länger andauernde Einwirkungen von Kälte oder Sonne lassen das Plastik brüchig werden.

Auf keinen Fall darf der Fahrrad-Kindersitz überladen werden. Wenn ein Kind zu schwer geworden ist, darf es aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf dem Fahrrad mitfahren, da sonst verheerende Unfälle drohen. Auch die Überladung durch das Anhängen von Taschen oder Tüten muss vermieden werden. Die Verlagerung des Schwerpunkts ist als extrem gefährlich einzustufen. Stattdessen können Eltern auf spezielle Taschen zurückgreifen, die am Lenker befestigt werden.

Entgegen der Meinung vieler Eltern, dürfen Kinder keinstenfalls auch nur kurze Zeit alleine im Fahrradsitz bleiben. Kippt das Fahrrad um, fallen sie ungebremst zu Boden und können sich schwer verletzen. Ein spezieller Ständer aus dem Fachgeschäft verhilft dem Rad zu einem sicheren Stand und erleichtert das Einladen des Kindes. Auch wenn das Kind nicht selbst fährt, sollte es auch auf kleinen Strecken auf dem Fahrrad immer einen gut sitzenden Helm tragen. Das Kind sollte früh an das Helmtragen und das Stillsitzen auf dem Fahrrad gewöhnt werden. Nur so sind Sicherheit und Spaß auf kleinen Reisen für Eltern und Kinder gleichermaßen garantiert.

Wer es noch sicherer mag und mehrere Kinder transportieren will, für den stellt ein Fahrradanhänger eine sinnvolle Alternative dar.

Vorteile und Nachteile eines Kinderfahrradsitzes:

Vorteile eines Kinderfahrradsitzes an der Front des Fahrrads:

  • Man hat das Kind ständig im Blick
  • Man kann mit dem Kind reden
  • Der Fahrer kann einen Rucksack tragen, ohne das Kind zu stören
  • Der Gepäckträger ist ebenfalls frei dadurch
  • Das Kind hat freie Sicht nach vorne

Nachteile eines Kinderfahrradsitzes an der Front des Fahrrads:

  • für kleinere Personen ungeeignet, da der Fahrradsitz doch sehr hoch ist
  • Kinder bis max. 15 Kg an der Vorderseite möglich
  • je nach Bauweise des Fahrrads beim Treten oder Lenken hinderlich

Vorteile eines Kinderfahrradsitzes am Heck des Fahrrads:

  • Auf- und Aussteigen beim Fahrrad fällt leichter
  • keine Behinderung beim Lenken oder treten
  • für kleinere Menschen die bessere Alternative

Nachteile eines Kinderfahrradsitzes am Heck des Fahrrads:

  • Kinder wollen häufig nach vorne schauen, kann zu Gleichgewichtsproblem führen
  • Gepäckträger wird dadurch unbrauchbar
  • Rucksack kann nicht mitgenommen werden

Kinderfahrradsitz Kauftipps

Kinderfahrradsitz hinten angebrachtWichtig für den Kauf der richtigen Kindersitze für Fahrräder ist, nicht unbedingt auf den Preis zu achten. Die unterschiedlichen Modelle kosten zwischen 35 und 100 Euro, wobei die teureren Varianten meistens auch hochwertiger verarbeitet sind. Ausschlaggebend ist neben dem Preis außerdem die Befestigungsart, sodass das jeweilige Fahrrad darüber entscheidet, welche Sitze in Frage kommen.

Für den längerfristigen Einsatz sollte ein Heckmodell einem Lenkermodell vorgezogen werden, auch wenn ersteres etwas Fahrerfahrung erfordert und am Anfang etwas ungewohnt ist. Unbedingt sollte auf eine verständliche Montageanleitung mit Gebrauchshinweisen oder Benutzerwarnungen geachtet werden, damit bei jeder Fahrt die Sicherheit im Vordergrund steht.

Um Zeit und Nerven zu sparen sollte auch die Montage möglichst einfach funktionieren. Wenn alle wichtigen Sicherheitsfragen geklärt sind, steht einer spannenden Fahrt mit dem Kinderfahrradsitz nichts mehr im Wege.

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